NRW-Landtag beschäftigt sich mit Zwangsexmatrikulationen

Bereits am 01.07.2011 hat die Landesregierung dem Ausschuss für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des nordrhein-westfälischen Landtags über die Zwangsexmatrikulationen an der Universität zu Köln berichtet. Auslöser waren diverse Presseberichte sowie ein Brief des AStA der Universität zu Köln an Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD). Tenor des Berichts ist, dass es in manchen Fällen zu Zwangsexmatrikulationen kommen kann.
Der Landtag wird sich aber weiter mit dem Thema beschäftigen müssen, zum einen haben einige betroffene Student*innen Petitionen eingereicht und zum anderen hat die Fraktion DIE LINKE am 08.09.2011 eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt.

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Bildung ist kein Spiel!

Nach und nach wird von immer mehr Hochschulen in NRW und bundesweit bekannt, dass die Hochschulleitungen sich des Instruments der Zwangsexmatrikualtion bedienen, um ungeliebte Student*innen aus den alten Diplom- und Magisterstudiengängen zu entfernen.

Bundesweit werden in den nächsten Semestern tausende Student*innen von den Hochschulen vor die Tür gesetzt weil sie angeblich nicht schnell genug studiert haben. Die Hintergründe, warum die Betroffenen länger an ihrer Alma Mater zubrachten als von den Hochschulleitungen vorgesehen, werden bzw. wurden in diesem Prozess leider nicht beachtet.

Jede Hochschule betonte zwar großzügige Regelungen für so genannte Härtefälle anzuwenden, doch in den wenigsten Fällen wurde sich an dieses Versprechen auch gehalten. So trauten viele Student*innen ihren Augen nicht, als sie die Ablehnungen ihrer Härtefallanträge in den Händen hielten. Kindererziehung, chronische Krankheiten, Behinderungen und Engagement in studentischen und akademischen Gremien überzeugten die Verantwortlichen nicht. Stattdessen wird und wurde rigoros exmatrikuliert.

Dieses Vorgehen dürfen wir nicht einfach hinnehmen. Studierende aus den „alten“ und „neuen“ Studiengängen dürfen sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.

Aus diesem Grund haben wir diese Seite ins Leben gerufen. Außerdem wurde um den Druck auf die Entscheidungsträger*innen zu erhöhen eine E-Petition gestartet. In NRW wird es außerdem eine groß angelegte Postkartenaktion gegen die Zwangsexmatrikulationen geben.

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